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Hochschulpolitk - was geht mich das an?

"Hochschulpolitik" ist vielen Studierenden ein Rätsel, und zwar nicht nur Erstis. Viele verbinden damit höchstens einige wenige sehr bekannte Themen, wie z.B. den Bildungsstreik, die Studiengebühren, oder die Bologna-Reformen. Verständlich, denn da hat sich ja auch in den letzten Jahren in NRW einiges getan: Die Umstellung auf das Bachelor-Master-System, eine komplette Hochschulreform und Umstrukturierung, Studiengebühren eingeführt, Studiengebühren wieder abgeschafft, Einführung von Ersatzmitteln...

Aber eigentlich geht es in der Hochschulpolitik noch um viel mehr, denn auch hier vor Ort werden unheimlich viele Entscheidungen getroffen, die euren Alltag an der Uni bestimmen - sei es, wie euer Studium aufgebaut ist, an wen ihr euch bei Problemen wenden könnt, oder was es so an Aktivitäten auf dem und rund um den Campus gibt. Der folgende Abschnitt soll dabei helfen, den Nebel etwas zu lichten. Die ganzen Gremien in der Hochschulpolitik lassen sich in zwei große Gruppen 

  1. die studentische Selbstverwaltung und
  2. die studentische Mitbestimmung

über die wir beide hier einen kurzen Überblick geben wollen. Wer darüber hinaus noch mehr wissen will, findet am Ende dieses Abschnitts jede Menge Kontaktdaten der Fachschaften und der hochschulpolitischen Listen, bei denen ihr euch auch selbst engagieren könnt. Denn grundsätzlich gilt überall: Ihr habt die Wahl, üblicherweise jährlich. Ihr bestimmt, wer euch vertritt und sich für euch einsetzen soll, und könnt euch auch selber zur Wahl stellen und was für die Studierenden bewegen.

Gremien

An unserer Universität gibt es verschiedene Gremien, in denen engagierte Studierende mitwirken können. Zu unterscheiden ist grundsätzlich zwischen zwei Arten von Gremien: Den studentischen und den universitären Gremien.

Für die Wahl treten die Studierenden in Zusammenschlüssen oder Interessengemeinschaften an. Den sogenannten "hochschulpolitischen Listen". Oft sind diese mit den Parteien, die ihr aus der Politik kennt, zu vergleichen und einige hochschulpolitische Listen gehören auch zu den bekannten Parteien.
Eine Ausnahme ist der SHK Rat (Rat der studentischen Hilfskräfte), hier gibt es keine Listen sondern Personenwahl, die Kandidat*innen werden also einfach alphabetisch aufgelistet.

Studentische GremienUnser einziges studentisches Gremium ist das Studierendenparlament, kurz SP. Gewählt wird hierfür immer im Sommersemester.

Universitäre Gremien
Universitäre Gremien gibt es verschiedene:


Was ihr sonst noch wissen solltet...

Nicht jede Wahl ist gleich.
Es gibt verschiedene Arten der Wahl, achtet also darauf, was ihr vor euch habt:

Listenwahl
Die Kandidaten stellen sich nicht einfach so zur Wahl, sondern bilden vorher hochschulpolitische Listen, die dann als Wahlvorschläge eingereicht werden. Ihr habt also nicht einfach eine lange Liste mit Namen und wählt nur eine Person, sondern viele Listen.
Beachtet, dass ihr hier nicht einfach nur eine Person wählt, sondern die ganze Liste!
Eure Stimme geht nicht nur an die Person, sondern die ganze Liste. Die Plätze werden dann je nach Stimmen der gesamten Listen vergeben, erst dann wird geschaut, wer in der jeweiligen Liste die meisten Stimmen hat. "Nachgerückt" wird dann innerhalb der Liste - wenn also jemand aus der Liste zurücktritt bekommt also nicht der/die KandidatIn mit den insgesamt meisten Stimmen, sondern der/die mit den meisten Stimmen der hochschulpolitischen Liste. Die Sitze bleiben der Liste erhalten, egal ob die KandidatInnen also auch wirklich in die Gremien gehen oder nicht, die Anzahl der Vertreter der einzelnen Listen bleibt gleich.
Gebt eure Stimme also nicht unbedingt nur dem ersten Namen, den ihr erkennt, sondern überlegt auch, wofür die hochschulpolitische Liste steht, für die sie antritt. Vertritt diese eure Ziele und Wünsche? Dann macht hier euer Kreuz!

Personenwahl
Hier wählt ihr nur die eine Person, bei der ihr euer Kreuzchen macht. 
Wenn diese Person zurücktritt rückt einfach ein Kandidierender nach, egal ob diese(r) Ideologisch mit der ursprünglichen VertreterIn übereinstimmt oder nicht. Ganz einfach und unkompliziert also!

Leider ist die Wahlbeteiligung nicht besonders hoch. Wählt also informiert und mit Bedacht - denn jede Stimme zählt!