Logo des AStA der HHU Düsseldorf
Titelbild der Veranstaltung. Informationen siehe Text


Angesichts der zunehmenden gesamtgesellschaftlichen Debatte um die Legalisierung von Cannabis in Deutschland möchten wir im AStA der HHU Düsseldorf unsere Studierenden in Bezug auf die Thematik aufklären. Den Studierenden soll eine Plattform geboten werden, in der sie über die aktuellen Entwicklungen diskutieren und sich weiterbilden können, um einen Beitrag zum wissenschaftlichen und interdisziplinären Austausch zu leisten.

Während unserer Debattentage wollen wir uns mit der Multidimensionalität von Cannabis auseinandersetzen und die Legalisierungsfrage aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Wir werden zunächst die medizinischen Hintergründe des Cannabis-Konsums durch einen Rheumatologen vorstellen lassen. Danach werden wirtschaftliche Folgen der Illegalität von Cannabis sowie die Möglichkeiten und Gefahren der Legalisierung aus einer ökonomischen Perspektive durch einen bekannten VWL Professor unserer Universität und einen der Spitzenforscher Deutschlands zu diesem Thema präsentiert. Die großen Parteien haben im Rahmen eines Podiums die Möglichkeit, die geplante Drogenpolitik für die nächsten 10 Jahre vorzustellen. Außerdem wird die aktuelle rechtliche Situation zu Einkauf, Verkauf, Anbau und Konsum in Deutschland sowie die folgenden Konsequenzen und die Strafverfolgung von einem Vertreter der Düsseldorfer Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes dargestellt, als auch die daraus resultierende behördliche Überlastung und die Möglichkeiten zur Veränderung der rechtlichen Situation.


Die einzelnen Veranstaltungen findet ihr unten, wir werden euch bis zur Woche regelmäßig Updates geben.

Hier findet ihr die Facebook-Veranstaltung: www.facebook.com/events/1972809849396090/


Marihuana in der Medizin

Titelbild der Veranstaltung. Informationen siehe Text.

Der medizinische Aspekt von Marihuana wird stets stark diskutiert. Fragen lauten u.a.: Was macht die Droge mit meinem Körper wirklich? Wie hoch ist das körperliche Abhängigkeitspotential und welche psychologischen Effekte gibt es?
Dr. Torsten Lowin studierte Biologie und promovierte an der Universität Regensburg (2006). Anschließend arbeitete er bis 2016 an der Uni Regensburg als Post-Doc in der Inneren Medizin. Seit 2016 forscht er als Principal Investigator um Universitätsklinikum Düsseldorf im Bereich der Rheumatologie. Für uns wird er die medizinischen Hintergründe beleuchten, die Möglichkeiten der Krankheitsbehandlung durch medizinisches Marihuana aufzeigen und oft genannte Gefahren der Droge für den Körper diskutieren.

Montag, 25.06.18 ab 16.30 Uhr im SP-Saal

Wirtschaftliche Folgen

Titelbild der Veranstaltung. Informationen siehe Text.

Die wirtschaftswissenschaftlichen Folgen einer Marihuana-Legalisierung werden vor allem durch Professor Haucap vom DICE der HHU Düsseldorf in die Öffentlichkeit gebracht. Man kann mit Recht behaupten, dass er der führende Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands zu diesem Thema ist.

Prof. Dr. Justus Haucap studierte an der Universität Saarbrücken und Michigan und promovierte im Anschluss an der Universität Saarbrücken (1997), danach habilitierte er an der Bundeswehruniversität Hamburg. Er wird für uns auf die wirtschaftlichen Folgen z.B. für das Gesundheitssystem, die Drogenprävention und den Jugendschutz eingehen.

Dienstag, 26.06.18 ab 16.30 Uhr im SP-Saal

In diversen Veröffentlichungen nimmt Prof. Haucap zu diesem Thema Stellung, beispielsweise hier:

  1. http://www.manager-magazin.de/politik/meinungen/legaler-cannabis-markt-ist-die-bessere-drogenpolitik-a-1036246.html
  2. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-03/drogenpolitik-cannabis-legalisierung-sucht-staat-steuereinahmen
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/plus172367853/Wie-Deutschland-von-einer-Cannabis-Legalisierung-profitieren-wuerde.html [Nur Welt Plus]

Politisches Podium

Politisches Podium (Inhalt siehe Text)

Eine mögliche Marihuana Legalisierung wird zurzeit auch in der Politik diskutiert. Am 27.06.2018 ist beispielsweise eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages zum Thema Cannabis. Wir möchten gerne auch die verschiedenen Standpunkte der Parteien erfahren und haben für ein politisches Podium folgende Gäste gewinnen können:
Für Bündnis 90 / Die Grünen: Paula Elsholz (Mitglied des Stadtrates Düsseldorf)
Für die CDU: Marco Schmitz, MdL
Für die FDP: Jens Teutrine (Vorsitzender Julis NRW)
Für die SPD: Jan Ingensiep (SPD-Mitglied)

Die Vortragenden erhalten jeweils 10 Minuten Zeit um den Standpunkt ihrer Partei, vor allem in Bezug auf die Stadt Düsseldorf, darzustellen. Im Anschluss ist es möglich Fragen an alle Vortragenden zu Stellen. Durch die Veranstaltung wird unser Hochschulpolitikreferent Damon Mohebbi führen.
Vor allem auf folgende Frage sollen die Vortragenden eingehen:

  • Wie sieht das drogenpolitische Zukunftskonzept ihrer Partei für die nächsten 10 Jahre in Düsseldorf aus, welchen Zustand würden Sie als ideal bezeichnen?
  • Warum sollte Marihuana (nicht) legalisiert werden?
  • Welche Unterschiede / Gemeinsamkeiten sehen Sie zwischen Marihuana und den legalen Drogen wie Alkohol oder Tabak?
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum wird zurzeit immer stärker reglementiert, welche Reglementierung erachten Sie in Bezug auf Marihuana als notwendig (Jugendschutz, Kneipen, Autofahren,..)?
  • Wo sehen Sie Barrieren / Herausforderungen bei der Umsetzung Ihrer Position?
  • Sollte es Abstufungen bei der Marihuana-Legalisierung geben? Wenn Ja, wie genau?
  • Welche gesamtgesellschaftliche Bedeutung hat das Thema, welche Rolle spielt es im Alltag?
  • Kann man den „Drogenkrieg“ in Deutschland mithilfe der Legalisierung eindämmen?
  • Ist die Legalisierung der richtige Weg, um für Entlastung bei Polizei und Justiz zu sorgen? Warum genau?
  • Wie sollten mögliche Steuereinnahmen durch die legale Abgabe von Marihuana genutzt werden?

Die Rechtliche Perspektive

Veranstaltungstitel. Inhalt siehe Text

Der Handel, Anbau, Besitz und Kauf von Marihuana sind in Deutschland strafbar, der Konsum aber ist es nicht. Wie hat sich diese Prohibition entwickelt, welche Folgen hat dies für Konsument*innen und wie sieht es mit dem Umgang mit der Droge in anderen Ländern aus?
Zu diesem Thema wird Chris Demmer, Sprecher der Düsseldorfer Ortsgruppe des Deutschen Hanfverband referieren. Der Deutsche Hanfverband ist die professionelle Interessenvertretung der deutschen Hanfbranche und privater Legalisierungsbefürworter. Während des Vortrags werden sowohl der deutsche wie auch internationale rechtliche Umgang mit Marihuana besprochen, die Nutzung von Marihuana in der Medizin, als bewusstseinserweiterndes Mittel oder als Nutzpflanze. Außerdem wird die Frage besprochen, ob bei einer Legalisierung tatsächlich Polizei und Justiz entlastet werden können.

Freitag, 29.06.18 um 16.30 Uhr im SP-Saal