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Tarif- und Bildungspolitik

Viele Studierende lernen und studieren nicht nur am Campus, sondern arbeiten auch dort und können sich vorstellen eine universitäre Laufbahn einzuschlagen.

Die HoPo-Stelle für "Bildungs- und Tarifpolitik" befasst sich besonders mit den Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz ‚Hochschule und Forschung’ – denn hier gibt es immensen Verbesserungsbedarf.

Die Studierendenzahlen an den Hochschulen steigen stetig, die Zahlen für wissenschaftliches, technisches und Verwaltungspersonal stagnieren hingegen oder nehmen sogar ab; die Erwartungen an die Ausbildungs- und Forschungsleistungen wachsen, die finanzielle Aufwertung hält damit jedoch nicht Schritt. Die Folgen daraus sind weniger Festanstellungen und die Zunahme von Teilzeit und Fristverträgen – wobei der Anteil letzterer so hoch ist wie in keinem anderen Bereich des Arbeitslebens! Besonders die Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, die bis zu 70% des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen ausmachen und überwiegend befristet angestellt sind, gehören zu den am schlechtesten Bezahlten im öffentlichen Dienst und sind von Kürzungen von Wissenschaftsetats im Landeshaushalt besonders bedroht. Mit den bis zu acht an Unterricht zu leistenden Semesterwochenstunden sind sie soweit ausgelastet, dass für Forschung oder Promotion kaum Zeit bleibt und es hingenommen wird, dass dies in der wenigen verbliebenen Zeit geschehen muss.

Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs sieht anders aus!

Für wissenschaftliche Angestellte gibt es mit der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft GEW aber zumindest bereits eine Vertretung, die sich für ihre Belange stark macht. Sie setzt sich mit ihrem Konzept „Wissenschaft als Beruf“ für motivationsfördernde Beschäftigungsbedingungen und ein ganzheitliches Personalstrukturkonzept ein (weitere Informationen auf www.gew.de).  

Bei den Studentisch Angestellten und Studentischen Hilfskräften ist die Lage noch prekärer. Diese werden nicht direkt von der GEW vertreten, da sie nicht in den Geltungsbereich der Tarifverträge des öffentlichen Diensts fallen. Die Tarife werden also nicht im Dialog zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern ausgehandelt sondern einseitig vorgegeben. Zwar gelten die Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), doch oft werden diese, teilweise aus Unwissen, nicht berücksichtigt. Gerade weil in den meisten Fällen die direkten Vorgesetzten auch die PrüferInnen der angestellten Studierenden sind, ist es wichtig eine vollwertige Personalvertretung dieser ArbeitnehmerInnengruppe durchzusetzen. Um dies umzusetzen wurde die Tarifinitiative NRW 2011 von den VertreterInnen des AStAs der Ruhr-Uni Bochum ins Leben gerufen (die weiteren Forderungen finden ihr auf www.tarifininrw.de). Nachdem diese Initiative im letzten Jahr etwas eingeschlafen ist, liegt es nun an uns weiter daran zu arbeiten und uns mit anderen Interssierten/ReferentInnen anderer Universitäten zu vernetzen.

Mit dem neuen Hochschulzukunftsgesetz HZG[1] wurde nun auch festgehalten, dass es Aufgabe der Hochschule ist, eine Person zur Vertretung der Belange von studentischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Hilfskräften einzusetzen (§ 46a). Als Teil der Verfassten Studierendenschaft und als Referat des AStA sehen wir diese Entwicklung natürlich positiv, verstehen uns jedoch in erster Linie als Korrektiv in Bezug auf die Arbeit der Universitätsleitung. Es ist zwar eine enge Kooperation mit der zuständigen Person angestrebt, dies ändert jedoch nichts an dem Streben nach einer hochschulunabhängigen, autonomen Personalvertretung.

Wir sind für bessere Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz Uni!

Wissenschaft als Beruf muss sich lohnen und der Nachwuchs besser gefördert werden. Dafür möchten wir uns mit euch, der GEW und der Tarifini NRW mit der Stelle für "Bildungspolitik" einsetzten.