TYPO3Buddy

Begleitdienst

Dieser Artikel erschien in der Unizeitung "Campus Delicti" #364 und wurde von der Chefredakteuerin Vera Spitz verfasst.

Gerade im Wintersemester, wenn die Tage kürzer werden und man im Dunkeln in der Uni ankommt und sie wieder verlässt, dann ist die HHU häufig nicht alleine ein Ort des Lernens und der Weiterbildung, sondern vor allem eines: Ein sogenannter „Angstraum“. Dabei können die meist weiblichen Betroffenen Unsicherheit und Furcht als allerletztes gebrauchen.

Da dieses Problem mittlerweile an zahlreichen Universitäten aufgetreten und auch bei den Verantwortlichen angekommen ist, schaffte die HHU nun Abhilfe in Form eines „Orientierungs- und Begleitdienstes“.

Schon titelten einige Zeitungen „Bodyguards für Studentinnen“ und meinten, einer Verschwendung von Studienbeiträgen aufgesessen zu sein. Doch was im ersten Moment überzogen wirkt, ist ein durchaus sinnvolles Angebot der Universität. „Das persönliche Sicherheitsempfinden auf dem Campus ist sehr unterschiedlich ausgeprägt“, weiß Michael Abraham vom Gebäudemanagement. Und gerade die Nachtschwärmer unter den Studentinnen werden wissen: bei Dunkelheit ist der Campus kein lauschiges Plätzchen. Schlecht beleuchtete Durchgänge zwischen den Gebäuden, dichtes Gebüsch auf dem Weg zum Parkplatz und erst die dunklen Flure und Gänge. Der Weg von der Bibliothek zu Auto oder Bahn kann da zum Alptraum werden, bei dem einen jedes Knacken in Schockstarre versetzt. „Eine Gefahr, aufgrund derer dieses Angebot zwingend in Anspruch genommen werden sollte, existiert glücklicherweise nicht“, beruhigt Abraham. Der Campus sei laut Kriminalitätsstatistik objektiv sicher.

Und doch wird des öfteren eine Begleitung angefordert, die einen sicher über den Campus geleitet. Vom Service -Point in Gebäude 26 aus werden sie koordiniert. Ruft jemand die extra eingerichtete Telefonnummer an, wird ein Mitarbeiter losgeschickt. „Entweder sind dies Hausmeister oder Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, abhängig von der Uhrzeit“, so Abraham. Der Begleitdienst wird dabei neben den eigentlichen Aufgaben der Mitarbeiter übernommen, „so entstehen keine zusätzlichen Kosten“.

Dass es der HHU ernst ist, das zeigen auch andere Bemühungen. Es wurde ein E-Mail-Service der Universitätsverwaltung eingerichtet, bei dem StudentInnen und MitarbeiterInnen auf Sicherheitsmängel auf dem Campus aufmerksam machen können. So möchte die Verwaltung gezielt Angsträume beseitigen.

Neben dem Begleitservice wurden auch andere Maßnahmen ergriffen, den Campus übersichtlicher zu gestalten. Das Gebäudemanagement ließ Büsche und Sträucher zurück schneiden, die Wände in der Tiefgarage hell und freundlich streichen. „Mehr Licht, klare und übersichtliche Strukturen und Präsenz des Hausmeisters und des Sicherheitsdienstes“, das seien die Grundregeln des sicheren Campus, erklärt Abraham. Je weniger dunkle Ecken, desto besser.

Brauchst auch du nachts Begleitung über den Campus?
Im Service-Point im Gebäude 26.11 Ebene 00, Raum 023 (Eingangsbereich vor Hörsaal 6A) findest du immer jemanden.
Per Telefon erreichst du die Mitarbeiter unter 0211 - 81 - 11666

Sind dir Sicherheitslücken auf dem Campus aufgefallen?
Sicherheit@zuv.hhu.de
 


Sicherheitskarte

Der Campus der HHU ist sicher. Dies ist vielen unterschiedlichen Maßnahmen zum Schutz der Studierenden und Beschäftigten zu verdanken. Zur weiteren Verbesserung der Vorbeugung stellen das Gleichstellungsbüro, Universitätsverwaltung und die Arbeitsgruppe „Sicherheit auf dem Campus“ jetzt die „Sicherheitskarte“ vor.

Die 110 und die 112 als Notrufnummern für Polizei und Feuerwehr sind wohl allen Beschäftigten und Studierenden der HHU bekannt. Aber wen ruft man an, wenn einen beim Gedanken, in der Dunkelheit zum Auto auf dem Parkplatz oder zur Straßenbahnhaltestelle zu gehen, die Angst beschleicht? Was, wenn man Vorgänge auf dem Campus beobachtet, für die man nicht sofort die Polizei rufen muss? 

Ob nun der Begleitservice der HHU bei Dunkelheit, der Sicherheitsdienst des UKD oder der Sicherheits-E-Mail-Service der Verwaltung: Die neue Sicherheitskarte beinhaltet alle wichtigen Ansprechpersonen, Telefonnummern und Informationen rund um das Thema „Sicherheit auf dem Campus“. Im Miniformat passt die ausfaltbare Karte in jede noch so kleine Brieftasche.

Angehörige der HHU können die Karte ab sofort kostenfrei hier anfordern
Quelle